Die Europäische Union verliert aufgrund von nicht lizenzierten Online-Glücksspielplattformen jährlich etwa 23 Milliarden Euro an Steuereinnahmen. Im vergangenen Jahr belief sich das Volumen illegaler digitaler Wettdienste, die sich an EU-Bürger richteten, auf 91,6 Milliarden Euro.
Marktschätzungen und regulatorische Auswirkungen
Die Anwendung eines Standardsteuersatzes von 25 % auf den Bruttospielertrag weist auf potenzielle jährliche Ausfälle von 22,9 Milliarden Euro in den Mitgliedstaaten hin. Die Branchenschätzungen für den unregulierten Segment variieren; die European Gaming and Betting Association berichtete, dass nicht lizenzierte Anbieter im Jahr 2025 einen Bruttospielertrag von 18 Milliarden Euro erzielten.
Dieser Betrag entspricht etwa 27 % des gesamten europäischen Online-Glücksspielmarktes.
Die European Casino Association identifiziert mehr als 6.200 nicht lizenzierte Plattformen, die derzeit Dienste an EU-Spieler richten. Branchenvertreter weisen darauf hin, dass strenge Compliance-Anforderungen für lizenzierte Anbieter Nutzer möglicherweise zu unregulierten Alternativen treiben.